Bechdel, Alison: Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten

Ich muss zugeben, mit Alison BechdelsFun Home: Eine Familie von Gezeichneten“ habe ich mich nun eine ganze Weile herumgeschlagen. Nicht, weil es schlecht oder zäh wäre, für mich war es einfach nichts, was ich am Stück hätte durchlesen können, dazu ist es auf Dauer doch etwas zu ermüdend. Und ganz entgegen des Namens ist an diesen Graphic Memoirs nicht allzu viel funny. Außerdem sind die Zeichnungen von Alison Bechdel teils sehr detailreich, sodass man sich da schon einmal ein wenig festschauen kann 🙂

Alison Bechdel erzählt in „Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten“ aus ihrer Jugend und vor allem von ihrem Vater. Denn nach dessen vermutlichen Selbstmord sieht sie sich damit konfrontiert, ihre Kindheit und Jugend plötzlich in ganz anderem Licht zu sehen. Denn kurz vor seinem Tod, nur kurz nachdem Alison selbst sich ihren Eltern gegenüber als lesbisch geoutet hat, hat auch ihr Vater sich zu seiner Homosexualität bekannt.

In „Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten“ setzt sich die Autorin mit diesen Ereignissen auseinander – oder eher sie betrachtet ihre Kinder- und Jugendjahre im Licht dieser Ereignisse. Was dabei herausgekommen ist, ist eine sehr eindringliche, intensive Graphic Memoir, die zwar toll gezeichnet ist, für meinen Geschmack aber leider etwas zu konfus erzählt wird, denn Alison Bechdel erzählt die ganze Sache nicht chronologisch, sondern in sieben thematischen Kapiteln, was ich irgendwann etwas anstrengend fand.

Trotzdem hat mir Alison BechdelsFun Home: Eine Familie von Gezeichneten“ insgesamt sehr gut gefallen und ich bin jetzt auf der verzweifelten Suche nach deutschen Ausgaben ihrer Comicserie „Dykes to Watch Out For“…

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Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten () von

Fun Home: A Family Tragicomic, übersetzt von ,
Genre: , ,
Verlag: , November 2014
ISBN: 9783551713766, taschenbuch, 240 Seiten
Mehr Infos zum Buch beim Verlag

Inhaltsangabe:
In FUN HOME erzählt Alison Bechdel die Geschichte ihres verstorbenen Vaters und wie sie in der Auseinandersetzung mit seinem Suizid zu sich selbst gefunden hat. Dieser erfolgreiche Entwicklungsroman mauserte sich in Amerika zur literarischen Sensation. Bei Carlsen erscheint er nun in der erschwinglichen Taschenbuchausgabe. Übersetzt wurde FUN HOME von Sabine Küchler und Denis Scheck. 2009 wurde der Band mit einem der renommierten Eisner Preise ausgezeichnet.

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