#DiscworldJourney Das erste Reiseupdate

Und da ist der erste Monat der #DiscworldJourney schon rum! Und damit auch die erste Reiseetappe. „The Colour of Magic“ und „The Light Fantastic“ standen für den August auf dem Plan – logischerweise, immerhin sind es die beiden ersten Discworld Romane. Gelesen habe ich auch beide ganz brav, auch wenn ich zwischendurch etwas Probleme mit der Motivation hatte – immerhin habe ich beide Bücher schon mehrfach gelesen und irgendwann ist auch mal gut. Zur Ergänzung gab es aber direkt zwei Zusatzmedien diesen Monat: „The Discworld Graphic Novels: The Colour of Magic and The Light Fantastic“ und die Verfilmung „Terry Pratchetts The Color of Magic“ (die beide Bücher enthält). Hier findet ihr meine Meinungen zu allen vier Titeln:

Mit Rincewind und Twoflower quer durch die Scheibenwelt – und darüber hinaus

The Colour of Magic

Discworld #1
The Unseen University Collection #1

Auf geht die Reise! Und dann auch noch mit einem thematisch so passenden Buch. Beziehungsweise zwei, denn „The Colour of Magic“ und „The Light Fantastic“ gehören zusammen und erzählen eine zusammenhängende Geschichte, nämlich die des Zauberer Rincewind und des Touristen Twoflower – oh, und nicht zu vergessen ist natürlich das Luggage!

Jedenfalls, „The Colour of Magic“ ist der erste Discworld-Roman und einer, den ich bereits einige Male gelesen habe. Und er ist gut. Nicht herausragend, aber wirklich gut. Man muss dabei eben auch immer bedenken, dass der Roman mittlerweile 35 Jahre alt ist und Terry Pratchett ihn relativ zu Beginn seiner Schriftstellerkarriere geschrieben hat. Daher fehlt dem Roman vielleicht noch ein bisschen was von dem Schliff, den einige der späteren Titel aufweisen, aber trotzdem ist er bereits verdammt gut.

Als Leser begleitet man die beiden unfreiwilligen Helden quer durch die Scheibenwelt, lernt so direkt einiges daraus kennen und kriegt einen ziemlich guten Überblick. Dabei stürzen sich Zauberer und Tourist von einem tragischen und gleichzeitig absurd komischen Zwischenfall in den nächsten, denn Twoflower will unbedingt alles sehen. Rincewind will eigentlich nur überleben, die Scheibenwelt und ihre Götter sind mal mehr, mal weniger kooperativ, wollen aber vor allem gut unterhalten werden, und das Luggage rettet mehr als einmal den Tag.

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The Light Fantastic

Discworld #2
The Unseen University Collection #2

Die direkte Fortsetzung zu „The Colour of Magic“, die drei Jahre später (also 1986) erschienen ist. Und mit direkt meine ich wirklich direkt, denn der erste Scheibenwelt-Roman endet mit einem, wortwörtlichen, Cliffhanger und „The Light Fantastic“ greift die Handlung dort wieder auf.

Ich finde es ehrlich gesagt nahezu unmöglich, diesen Roman unabhängig vom ersten zu bewerten, weil sie für mich einfach zusammengehören. Und im Grunde geht es ja auch einfach in selber Qualität weiter. Okay, der Anfang ist noch etwas shaky, aber sobald sich die Handlung wieder eingependelt hat, ist sie erneut herrlich. Von einem tragikomischen Abenteuer stolpern Figuren, und mit ihnen die Leser, direkt ins nächste. Es bleibt absurd und amüsant, voller zitierfähiger Weisheiten und so unglaublich vielen Puns.

Ich hatte zwar zwischendurch etwas Probleme mit der Motivation, aber das lag weniger an der Qualität des Buchs als daran, dass ich die Geschichte bereits in und auswendig kenne, sie mir zudem innerhalb kürzester Zeit in drei Variationen (Roman, Comic und Film) zu Gemüte geführt habe und generell etwas Probleme hatte, mich auf Romane zu konzentrieren. „The Light Fantastic“ selbst ist klasse. Nicht der beste Discworld-Roman, aber gemeinsam mit „The Colour of Magic“ definitiv ein großartiger Einstieg in die Kult-Welt.

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The Discworld Graphic Novels: The Colour of Magic and The Light Fantastic

Discworld #1 & #2

Okay, das war richtig, richtig lustig. „The Discworld Graphic Novels“ ist eine Comic-Adaption der ersten zwei Discworld-Bände – soweit ich weiß, gibt es von „Mort“ und „Small Gods“ auch noch Comics. Ich werde auf jeden Fall schauen, was es da noch so gibt und sie mir besorgen, denn dieser Comic hier war einfach klasse.

Das große Plus der Comic-Adaptionen ist, dass sie es wirklich hervorragend schaffen, die Romane in ein neues Medium zu übertragen. Also zumindest meiner Meinung nach, denn offenbar sehen das viele Fans ganz anders. Aber mir hat nicht nur das Artwork von Steven Ross ziemlich gut gefallen, ich fand es auch klasse, wie er durch seine Zeichnungen viele der Details, die den Romanen ihren ganz besonderen Zauber geben, und auch den Sarkasmus – der hier durch Zusammenspiel zwischen Text und Bild entsteht – einfangen und vom Roman ins Comicformat übertragen konnte.

Für mich waren „The Discworld Graphic Novels“ definitiv das Highlight der ersten #DiscworldJourney Etappe!

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Terry Pratchetts The Color of Magic

Discworld #1 & #2

Und für den perfekten Einstieg in die #DiscworldJourney runden wir den ersten Monat doch direkt noch mit dem passenden Film ab! Denn die ersten beiden Scheibenwelt-Romane gibt es nicht nur als Graphic Novel, sie wurden auch verfilmt! Eine der drei Scheibenwelt-Realverfilmungen erzählt die Geschichte der beiden Romane. Und natürlich konnte ich mir das nicht entgehen lassen, obwohl ich den Film schon mehrfach gesehen habe.

Spoiler: Er wird durch mehrfaches Gucken nicht besser 😅

Zugegeben, an diesem Film scheiden sich die Geister, was ich irgendwo auch nachvollziehen kann. „Terry Pratchetts The Color of Magic“ ist halt keine besonders hochwertige Produktion, an einigen Szenen wird das B-Movie-Kaliber des Films sehr, sehr deutlich – die Animationen und Special Effects sind absolut grottig. Dazu kommt, wenig überraschend, dass im Film nicht nur viele der in den Büchern enthaltenen Witze sondern auch die Detailbeschreibungen wegfallen, was es für Leute, die die Bücher nicht kennen, super erschwert den Handlungen zu folgen, es fehlt halt einfach was.

Trotzdem muss man dem Film zugute halten, dass er die Charakterisierung einiger Figuren, allen voran Rincewind, wirklich sehr gut trifft. Die Schauspieler fand ich absolut passend gewählt und bis auf wenige kleine Ausnahmen auch total überzeugend. Auch sonst bleibt „Terry Pratchetts The Color of Magic“, trotz einiger Kürzungen, sehr nah am Buch. Für Fans, die die Romane kennen, sicherlich eine lustige Ergänzung – wenn es denn den eigenen Geschmack trifft, was bei mir halt leider nicht der Fall war. Mir war der Film einfach etwas zu trashig.

🐢🐘

Das war’s schon wieder! Im September geht die #DiscworldJourney natürlich weiter, gelesen werden dann „Equal Rites“ und „Mort“! Ersteres kenne ich tatsächlich noch gar nicht, da freue ich mich auch schon sehr drauf, und zu letzterem wird es eine Leserunde geben! Weitere Infos dazu, wird es nächste Woche geben, also haltet die Augen offen – oder tragt euch in das Formular hier am Ende des Beitrags ein, damit ihr per Mail auf dem Laufenden gehalten werdet 😊

Die Wertungen:

Great A’Tuin, Berilia, Tubul, Great T’Phon, Jerakeen und die Scheibenwelt!

Leider überhaupt nicht mein Ding🐢
Ein paar gute Ideen, aber nicht überzeugend🐢🐘
Weder gut noch schlecht – morgen wieder vergessen🐢🐘🐘
Ziemlich gut, trotz ein paar Schwächen🐢🐘🐘🐘
Sehr gut und klar eine Empfehlung wert🐢🐘🐘🐘🐘
Ab sofort eins meiner neuen Lieblingsbücher!🐢🐘🐘🐘🐘🌍
8

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  1. Boah, solche Aussagen zum Erscheinungsjahr von Büchern, die mich schon eine Weile begleiten, geben mir immer das Gefühl, ich sei schrecklich alt. Ich hatte mir „Die Farben der Magie“ 1989 von einer Freundin ausgeliehen und „Das Licht der Phantasie“ dann direkt bei Erscheinen gekauft (den ersten Band gab es anscheinend erst nach 1992 für mein eigenes Regal, wie ich gerade anhand der Ausgabe feststellte) und ich glaube, ich habe diese Bände in diesem Jahrtausend noch nicht wieder in der Hand gehabt. So langsam bringt mich deine Beschäftigung mit Pratchett doch dazu einen gezielten Reread in Betracht zu ziehen …

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